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Hierarchische
Dokumentation von Objekten |
Worum geht es?
Mit dem
Menü werden alle Auswahlmöglichkeiten innerhalb eines Programms
beschrieben. Hierzu gehören neben den Menüpunkten bei grafischen Oberflächen
auch die Buttonleisten (Toolbars). Sie stehen zumeist als Ersatz
bzw. Ergänzung für diese Menüpunkte innerhalb einer Anwendung zur Verfügung.
Bei zeichenorientierten Oberflächen können anstelle von Symbolleisten
Funktionstasten bzw. Tastenkombinationen (Hot-Keys) die Aufgabe
der Buttons in den Symbolleisten übernehmen.
Menüs sind losgelöst
von Dialogen zu sehen. So werden Buttons bzw. Tastenkombinationen, die
nur innerhalb von Dialogen zur Verfügung gestellt werden nicht als eigenständige
Menüs beschrieben. Der Grund für diese Teilung ist, daß mit Hilfe von
Menüs die Funktionalität der gesamten Anwendung gesteuert werden. Die
Buttons/Tasten innerhalb von Dialogen steuern jedoch nur die Funktionalität
des Dialogs. Aus diesem Grunde werden sie innerhalb des Dialogs beschrieben.
Was
bringt es?
Menüs bieten
eine gute Möglichkeit bei einem Pflichtenheft als Gliederungshilfe
zu dienen. Dies hat zum einen den Vorteil, daß man nicht (irgend)eine
andere Gliederungsform suchen muss. Zum anderen kann sich die Fachabteilung
an der technischen Umsetzung der zu entwickelnden Software orientieren.
Wie
wird es gemacht?
Nachfolgend
wird das Hauptmenü unserer Software HDvO gezeigt.

Entsprechend
dieser Menüstruktur sieht eine Gliederung, die eine Menüstruktur
als Vorlage nimmt wie folgt aus:
1. Projekt
2. Bearbeiten
3. Objekt
4. Ansicht
5. Fenster
6. Hilfe
Die
Unterpunkte unter dem jeweiligen Hauptmenüpunkt bilden dann die nächst
niedrigere Gliederungsstufe. Ein Menüpunkt kann nicht nur weitere
Untermenüpunkte aufrufen. Sobald Funktionen ausgeführt werden,
beginnt die Leistungsbeschreibung des Programms.
Die
Beschreibung von Menüpunkten ist erfreulich kurz. Im obigen Beispiel
würde sie für den ersten Punkt lauten:
Projekt
Unter den
Menüpunkt Projekt sind alle Funktionen zusammenfasst, die
die Bearbeitung von HDvO-Projekten betreffen.
Dieser Menüpunkt ist immer verfügbar.
Name
des Menüpunktes
Exakte Beschreibung
des Menüpunktes, wie er später im Programm auftauchen wird. Bei grafischen
Oberflächen, wie z. B. Windows gibt es Konventionen zur Beschriftung von
Menüpunkten. (z. B. "->" hinter Menübeschriftungen, wenn ein Menüpunkt
ein Untermenü aufruft) Diese Konventionen sollten Bestandteil des
Menünamens sein.
Beschreibung
Die Beschreibung
eines Menüeintrages entspricht im wesentlichen
dem Hilfetext, der bei vielen Windowsanwendungen in der
Statuszeile des jeweiligen Programms angezeigt wird.
Zusätzliche
Informtionen zur Beschreibung eines Menüpunktes
Zusätzlich zu dieser Beschreibung kann eine
Bedingung hinzugefügt werden. Zum einen kann ein Menüpunkt
nur innerhalb eines bestimmten Kontextes verfügbar sein. (z. B.
ist der Menüpunkt "Drucken" nur dann verfügbar,
wenn auch ein Dokument geladen worden ist) Zum anderen kann der Aufruf
eines bestimmten Menüpunktes an Berechtigungen geknüpft sein.
(z. B. Der Menüpunkt "User löschen" ist
nur dann verfügbar, wenn der Anwender die Rechte des Administrators
hat.) Falls die Verfügbarkeit des Menüpunktes an mehreren
Bedingungen hängt, sollte die textuelle Beschreibung durch eine Tabelle
ersetzt werden.
Unser
Vorschlag
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Aktiv
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Bedingung
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Meldung
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JA
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Der Anwender
muss die Rechte des Administrators haben
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JA
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Es muss mindestens
ein User eingetragen worden sein.
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"Es konnte kein
User gefunden werden."
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NEIN
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In allen anderen
Fällen ist der Menüpunkt inaktiv.
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"Diese Funktion
kann zur Zeit nicht genutzt werden."
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Aktiv
Ist der Menüpunkt bei der nachstehenden Bedingung aktiv?
Bedingung
Welche Bedingung wirkt
auf den Menüpunkt ein?
(Prüfen Sie,
ob es u. U. verknüpfte Bedingungen gibt. Z. B. kann der Menüpunkt
"Ware ausliefern" immer dann gesperrt sein, wenn ein Kunde noch offene
Rechnungen hat. Sollte er aber diesen Auftrag per Vorkasse bezahlt haben,
wird die Ware dennoch ausgeliefert.)
Meldung
In bestimmten Systemen
werden Menüpunkte nicht inaktiviert, sondern es erfolgt bei Auswahl
eine Meldung, warum dieser Punkt nicht ausgeführt werden kann. In
diesem Fall kann hinter der Bedingung der Meldungstext eingetragen werden,
der dem Anwender angezeigt wird, wenn er den Menüpunkt aufruft.
Rechte
Maustaste
Bei vielen grafischen Benutzeroberflächen besteht die Möglichkeit,
die rechte Maustaste zu nutzen um ein kontextsensitives Menü
aufzurufen. Die Beschreibung einer solchen Funktion sollte nicht
an dieser Stelle erfolgen. Die Funktion der rechten Maustaste
wird innerhalb eines bestimmten Kontextes genutzt. Aus diesem Grunde sollte
die Beschreibung dieser Funktionen auch an der Stelle des jeweiligen Kontextes
erfolgen. Unseren Vorschlag finden Sie unter dem Punkt "Dialoge - Rechte
Maustaste".
Detaillierungsmöglichkeiten
der Beschreibung
In verschiedenen anderen
Bereichen der Dokumentation von Programmfunktionen besteht die Möglichkeit,
bei der Beschreibung verschiedene Arten der Detaillierung zu wählen.
Wir haben sie mit klein, mittel und groß bezeichnet. (In Anlehnung
an den zu treibenden Arbeitsaufwand diese Informationen niederzulegen.)
Hier an dieser Stelle sehen wir keine Möglichkeit/Notwendigkeit,
diese Varianten anzubieten. Die Substanz der Beschreibung von Menüs ist
zu gering, als das sich die Differenzierung des Detaillierungsgrades bei
der Beschreibung lohnen würde.
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