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Hierarchische
Dokumentation von Objekten |
Worum
geht es?
Ein Ereignis
nimmt bei der Beschreibung von Programmfunktionalitäten eine Sonderstellung
ein. Während z. B. Menüs und Dialoge direkt im Zusammenhang
mit der Funktionalität innerhalb eines Programms stehen, beschreibt
ein Ereignis Einflüsse, die von außen auf die Anwendung
einwirken, um danach eine Reaktion innerhalb dieser Anwendung
hervorzurufen. Dies können z. B. Nachrichten sein, die von einem
Kommunikationsprogramm an die Anwendung geschickt werden.
Ein
Ereignis ist nicht mit der Definition von Ereignis
zu verwechseln, wie sie bei
der objektorientierten Programmierung verwendet wird. Aus der
Sicht eines Programmierers ist es ein Ereignis, wenn eine bestimmte Aktion
innerhalb seiner Anwendung ausgeführt wird. Für den, der die
Funktionalitäten einer Anwendung beschreibt, ist das nichts anderes
als die Auswahl von vorher zur Verfügung gestellten Möglichkeiten.
Auch
ist das Ereignis nicht mit Ereignissen zu verwechseln,
die von der Anwendung selbst hervorgerufen werden (z.
B. während des Speicherns stellt das Programm fest, daß der
Speicherplatz erschöpft ist.)
Bei
der Beschreibung eines Ereignisses wird nur das Ereignis selber,
nicht jedoch die daraus resultierenden Ergebnisse beschrieben.
Die aus dem Ereignis folgenden Ergebnisse werden wieder separat Objekten
zugeordnet und damit auch separat dokumentiert.
Was
bringt es?
Moderne Anwendungen
haben immer mehr aktive Schnittstellen, die von außen
angesteuert werden. Mit Hilfe von Ereignissen können so alle Möglichkeiten
definiert werden, die von außen auf die Anwendung einwirken. Damit
besteht die Gelegenheit, alle Schnittstellen zu identifizieren,
die einen Automatismus innerhalb der Anwendung in Gang setzen.
Wie
wird es gemacht?
Ereignisse setzen immer
dann Automatismen innerhalb einer Anwendung in Gang, wenn die Anwendung
selbst einen permanent verfügbaren Mechanismus zur Verfügung
stellt, der auf das Eintreffen eines Ereignisses wartet.
Dies
können z. B. Hintergrundprogramme oder Jobs sein, die Reaktionen
innerhalb des Systems hervorrufen. Die nachfolgende Grafik verdeutlicht
dies.
Hier
wird ersichtlich, daß ein Ereignis niemals losgelößt
innerhalb einer Anwendung beschrieben werden kann. Das Ereignis
ist immer mit dem überwachenden Mechanismus
im Zielsystem verknüpft. Zur Beschreibung dieser Funktionalitäten
ergibt sich innerhalb des Pflichtenheftes daraus folgende Hierarchie:
1.
Überwachungsprogramm (permanent verfügbarer Mechanismus)
1.1
Ereignis
 1.1.1.
Reaktion (Ergebnis)
Das
Überwachungsprogramm stellt Methoden zur Verfügung, auf bestimmte
Ereignisse zu reagieren (1). Tritt das Ereignis ein (1.1), werden Reaktionen
(1.1.1) innerhalb der Anwendung erzeugt.
Beispiel
1:

Beispiel
2:

Für
die Beschreibung eines Ereignisses sollten Antworten auf folgende Fragen
gefunden werden:
- Wie heißt
das Ereignis ?
- Wer ist der
Auslöser des Ereignisses ?
- Was ist die
Quelle des Ereignisses ?
- Wer ist das
Ziel des Ereignisses ?
- Welcher Art
ist das Ereignis (Datei, Nachricht usw.) ?
- Wie oft wird
das Ereignis ausgelöst (Frequenz) ?
Die
obige Liste ist als Minimalanforderung zu sehen, die jedes Ereignis als
Beschreibung haben sollte. Wenn zusätzliche Erklärungen sinnvoll
sind, sollten Sie hier an dieser Stelle gemacht werden. Erläuterungen
zum generellen Ablauf sollten jedoch nicht hier niedergelegt
werden. Diese Informationen gehören zur Beschreibung des überwachenden
Mechanismus. Dort könnte z. B. die grafische Darstellung des generellen
Ablaufs der Kommunikation dargestellt werden. Als Visualisierungsmöglichkeit
einer solchen Kommunikation bietet sich eine Systematik an, wie sie die
oberste Grafik zeigt.
Unser Vorschlag:
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Auslöser
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Quelle
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Ziel
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Art
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Häufigkeit
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*
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- Auslöser
Hier wird
derjenige erfasst, der das Ereignis auslöst. Die kann z. B. ein
Mensch sein. Es gibt jedoch auch Ereignisse, die von anderen Systemen
z. B. zeitgesteuert angestoßen werden.
- Quelle
Die Quelle
bezeichnet den Ursprung des Ereignisses. Wie genau die Quelle spezifiziert
werden muss, hängt von der Anwendung bzw. der Zielgruppe des Pflichtenheftes
ab.
- Ziel
Das Zielsystem,
für das das Ereignis bestimmt ist. Hier muss jeweils individuell
geprüft werden, wie genau das Ziel beschrieben wird. Die Nennung
des Zielsystems alleine kann u. U. nicht ausreichen, wenn das Ereignis
z. B. eine Datei ist, die in einem bestimmten Verzeichnis auf dem Zielsystem
abgelegt werden muss.
- Art
Ein Ereignis kann
auf unterschiedlichste Arten auf das Zielsystem einwirken. So können
Ereignisse z. B. in Form von Nachrichten an das Zielsystem geschickt
werden. Sollte die Art des Ereignisses z. B. eine Datei sein, bietet
es sich an, diese Datei mit dem Objekt Datei zu beschreiben.
- Häufigkeit
Die Häufigkeit
gibt Aufschluss darüber, ob der überwachende Mechanismus permanent
verfügbar sein muss. Sollte z. B. ein Ereignis nur während
des Tagesabschluss erwartet werden, muss der überwachende Mechanismus
nicht ganztägig verfügbar sein.
Beispiel
für die Beschreibung eines Ereignisses:
EDIFAKT Nachrichten
verarbeiten (NewOrder)
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Auslöser
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Quelle
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Ziel
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Ein Mitarbeiter
im Rechenzentrum löst manuell die Übertragung der Daten
aus.
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EDIFAKT-Konverter
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Warenwirtschaftssystem
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Art
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Häufigkeit
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EDIFAKT-Datei
vom Typ XYZ
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Täglich
(in unregelmäßigen Abständen) |
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