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Hierarchische
Dokumentation von Objekten |
Worum
geht es?
Das Objekt Datei dient zur Beschreibung
von Dateistrukturen. Es wird immer dann benötigt, wenn Daten von
außen in die Anwendung hinein laufen bzw. aus ihr heraus erzeugt werden
sollen. In beiden Fällen hilft dieses Objekt, eine genaue Tabellen- bzw.
Datensatzbeschreibung zu erstellen. Die Beschreibung ist in diesem Zusammenhang
als Beschreibung einer Tabelle zu verstehen, sie ersetzt kein Datenmodell.
Innerhalb der Methode HDvO wird das Objekt Datei
als Endpunkt einer Funktion bzw. eines Ablaufs angesehen. Aus diesem Grunde
kann dieses Objekt keine untergeordneten Objekte haben. (Die genaue
Erläuterung dieser Sichtweise finden Sie im Handbuch von HDvO)
Was
bringt es?
Wenn Pflichtenhefte für Softwaresysteme geschrieben
werden, die Daten mit anderen Systemen austauschen, dann ist die eindeutige
Beschreibungen der Schnittstellen (Ein- und Ausgabedateien) eine
elementare Voraussetzung für eine funktionsfähige Software.
Wie
wird es gemacht?
Zur Beschreibung von Dateistrukturen
haben sich Tabellen bewährt. Rein textuelle Beschreibungen
lassen zuviel Raum für Interpretationen. Sie sind in der Programmierung
unter ökonomischen Gesichtspunkten u. E. nicht einsetzbar. Die hier vorgestellte
Tabellenstruktur ist als minimale Anforderung an die Beschreibung einer
Datei zu sehen.
Wenn eine Datei beschrieben wird, beginnt man mit einem einleitenden
Satz. Es hilft innerhalb des Pflichtenheftes festzustellen, von
wo die Datei kommt bzw. wohin sie geht. Der Kontext ist so einfacher ersichtlich.
Der einleitende Satz ist hierbei als Minimalanforderung an den Einsteig
in eine Dateibeschreibung zu sehen. Wenn zusätzliche Erklärungen sinnvoll
sind, sollten Sie hier an dieser Stelle gemacht werden.
Der einleitende Satz für eine Ausgabedatei könnte lauten: "Nach Aufruf
des Menüpunktes <Menüpunkt> wird die Datei <Name
der Datei> ausgegeben.
Unser Vorschlag:
| Nr |
von-bis |
Typ |
Länge |
Dezimale |
Name |
Beschreibung |
| |
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| |
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|
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Nr
Fortlaufende Nummer des Tabelleneintrags.
Von-bis
Länge des Datensatzes. (Achten
Sie darauf, daß die verschiedenen EDV-Systeme eine unterschiedliche
Basis für die Bestimmung der Länge eines Datensatzes verwenden.
Einige Systeme beginnen bei 0 andere bei 1 zu zählen.)
Typ
Typ des übergebenen Datenfeldes. (Character, Num, Integer
usw.) Wegen der Vielfalt der Möglichkeiten einen Datentyp zu
beschreiben, haben wir auf eine Auflistung verzichtet. Nutzen Sie zur
Beschreibung Ihrer Dateien, die Notation Ihres Quell- bzw. Zielsystems.
Länge
Die Länge des Feldes. (z.
B. 40) (Bitte informieren Sie
sich vor der Beschreibung von Dateien genau über die Arbeitsweise
der beteiligten Datenbanken. Die Zählweise für die Datensatzlänge
ist u. U. unterschiedlich. Einmal ist die Länge eines Feldes incl.
Dezimalstellen zu verstehen, ein anderes Mal wird sogar der Dezimalpunkt
mit als Stelle gezählt. Wieder andere Systeme zählen die Dezimalstellen
bei der Bestimmung der Gesamtlänge des Feldes nicht separat.)
Dezimale
Anzahl der Nachkommastellen bei numerischen Feldern.
Name
Technischer Name des Feldes. (z.
B. KDNR für Kundennummer)
Beschreibung
Eine kurze Beschreibung des Feldes.
(Hier kann neben der Beschreibung auch der fachliche Namen des Feldes
stehen)
Beispiel:
|
Nr.
|
Von-bis
|
Typ
|
Länge
|
Dezimale
|
Name
|
Beschreibung
|
|
1
|
1-10
|
NUM
|
5
|
0
|
KDNR
|
Kundennummer
|
|
2
|
11-60
|
CHR
|
50
|
0
|
KDNAM1
|
Name1
des Kunden
(Rechnungsadresse)
|
|
3
|
61-110
|
CHR
|
50
|
0
|
KDNAM2
|
Name2
des Kunden
(Rechnungsadresse)
|
|
4
|
111-160
|
CHR
|
50
|
0
|
KDSTR
|
Straße
des Kunden
(Rechnungsadresse)
|
|
.
. .
|
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Bei solch einer Tabelle
bietet es sich an, diese Beschreibungen in Excel zu
verwalten. Sinnvollerweise würde die Excel-Tabelle dann als
OLE-Objekt mit dem Pflichtenheft verknüpft. Damit wäre
eine automatische Aktualisierung sichergestellt, wenn sich die Excel-Tabelle
ändert. Es hat sich allerdings bei unserer Arbeit gezeigt,
dass ab einer gewissen Größe die Bearbeitung eines Pflichtenheftes
zur Qual wird, wenn zu viele verknüpfte OLE-Objekte im Dokument
vorhanden sind.
Das Dokument wird beim Öffnen
und Abspeichern sehr träge. Wählen Sie daher für
das Arbeiten mit Excel-Tabellen die Option "Einfügen" aus.
Damit ist zwar keine automatische Aktualisierung der Objekte bei
Änderungen der Tabellenstrukturen gegeben, jedoch gestaltet
sich das Arbeiten mit dem Pflichtenheft angenehmer.
Um Probleme mit OLE-Verknüpfungen
zur vermeiden, können wir nur raten:
"Halten Sie immer
von jedem OLE-Objekt eine separate Kopie bereit!"
So können Sie
bei fehlerhaften Verknüpfungen bzw. beschädigten Objekten
immer noch über Excel auf Ihre Arbeitsergebnisse zurückgreifen.
Dieser Rat gilt
übrigens auch für alle anderen Anwendungen, die OLE-Objekte
innerhalb von Word abspeichern können.
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Beschriftung
der Dateibeschreibung
Die Dateibeschreibung
sollte als eigener Gliederungspunkt im Pflichtenheft erscheinen.
So können die Verantwortlichen für die Schnittstellenprogrammierung
schnell auf die für sie notwendigen Informationen zugreifen. Verwenden
Sie als Überschrift neben dem technischen Namen der Tabelle auch
eine textuelle Umschreibung (statt einfach nur "KDSERTXT" zu schreiben
sollte die Überschrift der Tabelle mit "Serientextdatei Kundenstamm
(KDSERTXT)" beschriftet werden.
Besonderheiten
bei Datenbanksystemen
Manche
Datenbanken haben zusätzliche Besonderheiten, die bei
der Beschreibung von Dateien beachtet werden müssen.
So kann z. B. die Datenbank der AS/400 nur feste Satzlängen verarbeiten.
Bei der Generierung von Ausgabedateien, die solch einer Datenbank zur
Verfügung gestellt werden, müssen alle Felder auf die maximale
Länge aufgefüllt werden. Diese und andere Informationen müssen
vor der Beschreibung der Dateien aufgeführt werden.
Objektorientierte
Datenbanken
Die Systematik Daten
zu speichern, ist bei objektorientierten Datenbanken anders als
bei relationalen Datenbanksystemen.
Bei Beschreibung von Tabellen objektorientierter Datenbanken muss anders
vorgegangen werden. Hier müssen u. a. zusätzlich noch die Methoden
des Objekts beschrieben werden, die mit in der Datenbank abgelegt werden.
In unserer Arbeit mit kaufmännischen Applikationen ist uns diese
Formen der Datenbank bisher noch nicht begegnet. Wir werden bei Bedarf
diese Beschreibung nachreichen.
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