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Worum
geht es?
Während der Arbeiten an einem
Pflichtenheft kommen u. U. Dinge zum Vorschein, die erst zu einem späteren
Zeitpunkt detailliert angesprochen werden sollten. Damit diese Punkte
nicht verloren gehen, sollte während der gesamten Arbeit
an dem Pflichtenheft eine Liste mit den noch offenen Punkten geführt
werden.
Was bringt es?
Das Führen einer offenen-Punkte-Liste
hat sich bei der Erstellung von Pflichtenheften aus verschiedenen Gesichtspunkten
bewährt. Zum einen dient sie als Gedankenstütze.
Während der Fertigstellung können so die noch zu klärenden
Themen aufgeführt werden. Dies können z. B. Dinge sein, über
die die Gruppe nicht entscheiden kann, weil dies den Entscheidungsspielraum
der Beteiligten übersteigt. Es können konzeptionelle Gedanken
sein, die zu einem Zeitpunkt aufgekommen sind, zu dem dieser Punkt noch
nicht zu bearbeiten ist. Zum anderen hilft die offene-Punkte-Liste auch
einem externen Berater, klärungsbedürftige Themen als
solche zu identifizieren und zu belegen.
In der nachfolgenden Liste wird festgehalten, welche offenen Punkte
es aktuell noch zum Thema des Pflichtenheftes gibt.
Beispiel einer Offenen-Punkte-Liste
aus einem Pflichtenheft:
- Abwicklung Fremdgeschäfte
Unser Mandant möchte
zukünftig, um große Spitzen abfangen zu können, bestimmte
Aufträge über externe Dienstleister abwickeln. Aus diesem
Grunde werden Funktionalitäten benötigt, Ware direkt von
den Lieferanten an den externen Dienstleister zu schicken.
- Gesamtübersicht offene Sendungen
Zur besseren Übersicht
aller bereits in Arbeit befindlichen Sendungen und aller noch auslösbaren
Aufträge, soll eine Übersicht geschaffen werden, in der
beide Datenquellen zusammengeführt werden.
Die Struktur der
offenen Punkte zeigt, daß es eine Überschrift
und eine kurze Beschreibung gibt. Diese Struktur
erlaubt es, sich schnell in den offenen Punkten zurecht zu finden. Werden
keine Überschriften gemacht, muss man erst den gesamten Text lesen,
bis man das Richtige gefunden hat. Sollte die offene-Punkte-Liste nur
aus Überschriften bestehen, fällt es u. U. schwer, nach einer
gewissen Zeit den Gesamtumfang bzw. den Inhalt eines offenen Punktes
zu erkennen. Aus diesem Grunde sollte eine offene-Punkte-Liste immer
aus beiden Elementen bestehen. Nutzen Sie zur besseren visuellen
Abgrenzung der einzelnen Überschriften Aufzählungszeichen.
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Nutzen
Sie hier nicht die Gliederungsfunktion Ihrer Textverarbeitung!
Es kann sonst der Fall auftreten, daß die Auflistung der offenen
Punkte einen wesentlichen Teil des Inhaltsverzeichnisses einnimmt.
Damit ist die Übersichtlichkeit des Inhaltsverzeichnisses gefährdet.
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Die
Beispiele spiegeln zwei Extreme wider. Der erste offene Punkt ist vom
Arbeitsumfang her wesentlich umfangreicher als der zweite Punkt. Damit
soll verdeutlicht werden, daß offene Punkte nicht
einem bestimmten Detaillierungsgrad zugeordnet sein müssen.
Schreiben Sie einfach alles auf, was im Laufe der Arbeit an dem Pflichtenheft
beachtet werden muss. Ist ein Punkt erledigt, so kann er aus der Liste
gelöscht werden. Nutzen Sie dazu während der Arbeit am Pflichtenheft die
Änderungsverfolgung Ihrer Textverarbeitung. (Siehe hierzu auch das
Kapitel "Änderungen verfolgen")
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