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Im Bereich der Softwareentwicklung
wird die Dokumentation häufig als Stiefkind angesehen.
Aus diesem Grunde sind viele
Programme mittlerweile Endlosbaustellen geworden, weil die enthaltene Funktionaliät nicht
genau niedergelegt worden ist und sich Weiterentwicklungen
immer schwieriger gestalten.
Die Kosten und der Produktivitätsverlust bei der z.
Z. vielfach herrschenden Einstellung zur Dokumentation von
Programmiervorgaben sind enorm. Zudem hat sich keine verbindliche
Regelung darüber, wie eine derartige Dokumentation
auszusehen durchsetzen können. Die Gründe dafür sind aber zu vielfältig, als das man sie hier aufzählen sollte. Die aktuelle
Situation stellt sich zumeist so dar, daß sich viele
Programmierer ihre eigenen Vorgaben schreiben. Eine weitere
verbreitete Methode ist, daß die Anforderungen von
Anwendern oder Fachabtelungen auf mehr
oder minder strukturierten Dokumenten
oder auch mündlich als Basis für eine Programmierung
präsentiert werden.
Die unter diesen Bedingungen fertiggestellten Programme
werden dann möglichst schnell produktiv und eine Beschreibung
dessen, was genau programmiert worden ist, fehlt. Der Grund
für die schlechte Strukturierung und den unvollständigen
Inhalt der Vorgaben liegen in einer fehlenden, einfachen
Richtline. Was liegt in dieser Situation also näher,
als ein Programm zu schreiben, das unterschützend bei
der Erstellung von Programmiervorgaben hilft ?
Die Idee dafür entstand vor einigen Jahren bei der
Erstellung eines Pflichtenheftes für eine umfangreiche
Anlagenbuchhaltung. Im Laufe dieses Projektes machten sich
immer mehr die Nachteile einer einseitig auf einer Textverarbeitung
fußenden Dokumentation bemerkbar. Es fehlte aufgrund
der riesigen Dokumente (über 25 MB) der Gesamtüberblick,
und die Zusammenhänge wurden nur beim Ausdruck der
Dokumente deutlich. Zwar boten Gliederungen und Inhaltsverzeichnisse
einen gewissen Überblick, jedoch konnte das nicht befriedigen.
Es lag nahe sich mit dem Thema CASE zu befassen. Jedoch
auch das hatte einen entscheidenden Nachteil. Bevor man
ein CASE-Tool
sinnvoll nutzen kann, muss man sich mit seinen unterstützten
Methoden befassen. Dies kostet viel Zeit und Geld. Diese
Art der Software ist zudem sehr teuer und zieht eine zeitaufwendige
Schulung der Mitarbeiter nach sich. In dieser Situation boten sich daher nur zwei
Alternativen. Die relativ unstrukturierte Form der Dokumentation
mit einer Textverarbeitung weiterzuführen oder die
methodisch gestützte Dokumentation mit einem CASE-Tool
zu erstellen.
Da beide Möglichkeiten nicht
als optimal
angesehen wurden, wurde ein Kompromiß angestrebt.
Es wurde nach einem Tool gesucht, das eine sinnvolle Unterstützung
bei der Dokumentation liefern konnte, ohne die zeitaufwendige
Einarbeitung -wie
sie ein CASE-Tool fordert-
aufzubringen. Leider sind wir auf dem Markt nicht fündig
geworden. Anscheinend hatte sich -so
unsere Erkenntnis- mit diesem Thema noch niemand beschäftigt.
Somit wurde die Idee geboren, ein Programm zu schreiben,
das eine effektive Unterstützung bei Erstellung von
Programmiervorgaben ermöglicht. Es sollte leicht zu
erlernen sein, damit jeder, der mit dieser Software Programmmiervorgaben
erstellen soll, schnell produktiv werden kann. Zudem sollte
es eine gewisse Führung bei der Strukturierung der
Dokumentation vorgeben, damit der Grundaufbau der Vorgaben
in allen Dokumentationen ungefähr gleich bleibt. Desweiteren
sollte das Programm alle Funktionen zur Verfügung stellen,
um eine komplette Programmbeschreibung ohne Hilfe von Zusatzprogrammen
erstellen zu können.
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